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Fünf junge Leute zeigen Daumen hochcontrastwerkstatt

12.03.2024 Torsten Widua

Traumjob ohne Ausschreibung: Mit Initiative zum Erfolg

„Riesige hohe Baumaschinen und Kräne sind voll mein Ding“, sagt der 24-jährige Ben. Er ist gelernter Elektrotechniker und arbeitet momentan in einem Fertigungsunternehmen im Landkreis Straubing-Bogen. „Am liebsten würde ich bei Sennebogen anfangen. Das wäre mein ultimativer Traum.“ Doch momentan sind keine Stellen in diesem Bereich ausgeschrieben. „Bewirb' dich halt initiativ!“, sagt seine Freundin Lisa zu ihm. Gedacht. Getan. Und drei Monate später hat er seinen ersten Arbeitstag bei Sennebogen, in der Abteilung für Prototypen.

Damir Khabirov

Anderes Beispiel: Mareike aus Landau an der Isar. Sie steht kurz vor der Beendigung ihres Lehramtsstudiums Deutsch und Geschichte, hat aber im Laufe der letzten Monate gemerkt, dass sie lieber schreiben statt lehren will. Da bringt ihr Bruder Tom sie auf eine Idee. Er selbst arbeitet bei der Mediengruppe Attenkofer als Grafiker in Landshut und sagt zu ihr: „Schreib doch mal an die Redaktion in Landau, die suchen eigentlich immer wieder mal Redakteure zwischendurch.“ Gedacht. Getan. Und zwei Wochen nach ihrem Studienabschluss schreibt Mareike ihren ersten Artikel für die Landauer Zeitung.

Drobot Dean

Falls ihr euch nun fragt: Wie kann's denn sein, dass Ben einen Job kriegt, obwohl Sennebogen doch gar keinen E-Techniker gesucht hat? Oder Mareike: Wieso kann sie in Landau anfangen, wenngleich doch nur in Straubing und Landshut Redakteure gesucht werden? Und überhaupt: Warum veröffentlicht eine Firma nicht alle Stellen, für die sie Bedarf hat? Wie groß sind eigentlich die Chancen, beruflich Fuß zu fassen, wenn mich Unternehmen XYZ doch gar nicht sucht?

Fragen, auf die wir euch in diesem Blogbeitrag Antworten liefern.
 

Initiativ-Bewerbung: Was ist das eigentlich?

Stöbert man auf der Website von Sennebogen im Reiter „Karriere“ in den Stellenangeboten, finden sich dort aktuell fast 70 freie Positionen. Vom Fahrzeuglackierer-Azub über den IT-Consultant bis hin zum Hydraulik-Konstrukteur. Das sollte euch aber nicht daran hindern, eine Initiativ-Bewerbung abzuschicken, falls ihr Interesse am Unternehmen habt. Denn Firmen, egal ob groß oder klein, stellen nicht immer gleich alle verfügbaren Arbeitsplätze online. Auch wenn gerade kein Elektrotechniker gesucht wird, heißt das nicht, dass Ben keine Chance hat. Bringt ihr die nötigen Qualifikationen mit, stehen die Sterne oft günstig, das Interesse an eurer Person zu wecken. Getreu der Devise „Probier's doch einfach, mehr als 'ne Absage kann dir nicht passieren“ gelangt ihr womöglich schneller zum Traumjob als gedacht.

Wie eure Initiativ-Bewerbung aussehen soll und welche Vor- und Nachteile das Ganze mit sich bringt, erfahrt ihr jetzt.
 

Initiativ-Bewerbung: Die Checkliste mit 6 Tipps & Tricks

„Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle ...“ – ganz falscher Anfang im Anschreiben! Denn die Firma sucht ja nicht explizit. Also: Seid kreativ, verzichtet auf Standardfloskeln, fallt gerne direkt mit der Tür ins Haus, warum ihr Interesse an einem Job habt und was euch auszeichnet. Startet gerne auch mit einem kleinen Loblied, dass ihr die Firma schätzt, dass sie einen guten Ruf hat, dass das Arbeitsklima toll und die Aufstiegschance sehr gut sein soll. Schreibt, als würdet ihr den Art Klappentext auf der Rückseite eines Buches verfassen: ein Best-of über euch und eure bisherige Laufbahn. Kurz & knackig, stilvoll & prägnant – und natürlich grammatikalisch einwandfrei.

-> Tipp: Achtet auf die Tonalität in eurem Anschreiben! Sprich, dass euer Schreibstil auch zum Stil des Unternehmens passt. Bei einem großen Finanzkonzern müsst ihr förmlicher eure Worte wählen, bei einer kreativen Medienagentur hingegen könnt ihr im Intro auch mal auf das „Sehr geehrte Damen und Herren“ verzichten und stattdessen „Liebes Media-Team“ verwenden.

Checkliste bietet hilfreiche Tipps & Tricks
Ralf Geithe

Worauf ihr generell achten solltet:

  • Macht euch schlau! Recherchiert im Netz, was die Firma genau macht und bezieht das auch mit ein ins Anschreiben. Das zeigt: Ihr habt euch informiert und schickt nicht dutzende Bewerbungen mit gleichem Standardtext raus.
     
  • Wer ist Ansprechpartner? Versucht rauszufinden, an wen ihr die Bewerbung schicken könnt. Am besten ist eine direkte Kontaktperson und keine Email an info@musterfirma.de. Die meisten Unternehmen haben die wichtigsten Personen mit Telefonnummer und Email auf der Website gelistet. Ansonsten einfach mal Google fragen, wer beispielsweise HR (Human Resources) oder Personalleiter von Firma ABC ist. Oder einfach übers Karriereportal bewerben, falls vorhanden.
     
  • Länge und Optik des Anschreibens: Fasst euch kurz, da es dennoch so ist, dass Initiativ-Bewerbungen nicht immer die gleiche Aufmerksamkeit bekommen wie „normale“. Bringt es auf den Punkt, für welche Stelle ihr euch bewerbt, und warum. Macht Absätze, das wirkt gleich lockerer und übersichtlicher.
     
  • „All eyes on me“: Nennt eure Kompetenzen, eure Qualitäten, warum ihr genau der richtige Mann bzw. die richtige Frau für den Job seid.
     
  • Zeugnisse und Lebenslauf: Unbedingt mitschicken!
     
  • Nachfragen erlaubt: Habt ihr nach 14 Tagen noch keine Rückmeldung, traut euch ruhig und hakt mal nach.

Initiativ-Bewerbung: Die Vor- und Nachteile

 

Kaum zu glauben, aber wahr: 80 Prozent aller Stellen werden besetzt, ohne vorher öffentlich ausgeschrieben worden zu sein! Manchmal ist es Mundpropaganda wie „Hey, ich hab' gehört, die könnten wen in der Logistik gebrauchen“. Und manchmal ist es Vitamin B: „Einer meiner Mitarbeiter geht in Rente. Das wär' doch was für dich.“ Auch werden manchmal Stellen nur im firmeneigenen Intranet veröffentlicht: „Bei uns suchen sie Grafiker. Schreib doch mal hin.“ Neben vielen Pros gibt es auch ein paar Kontras, was die Initiativ-Bewerbung angeht. Hier ein paar Hardfacts bezüglich der Vor- und Nachteile:

Pro – die Vorteile:

  • Ihr seid (nahezu) konkurrenzlos: Während sich auf eine öffentliche Stellenausschreibung oftmals sehr viele Leute bewerben, ist das bei der Initiativ-Bewerbung anders. Meist habt ihr so gut wie keine Konkurrenz.
  • Interesse an der Firma: Bewerbt ihr euch initiativ, zeigt ihr, dass ihr Bock habt, im Unternehmen zu arbeiten. Das freut viele Arbeitgeber und ihr bekundet somit große Eigeninitiative.
  • Schon mal den Fuß in der Tür: Auch wenn momentan tatsächlich keine Stelle für euch vakant sein sollte, heben die meisten Firmen eure Bewerbungsunterlagen auf. Man weiß ja nie ... Vielleicht wird ja genau diese Position frei, dann habt ihr den Vorteil, dass ihr auf dem Bewerberstapel ganz oben liegt.
  • Mehrere Tätigkeitsfelder auf einen Streich: Angenommen ihr bewerbt euch als IT-Fachkraft, aber in der Deggendorfer Zentrale ist gerade kein Job frei. In der Filiale in Dingolfing aber schon. Oder aber: Ihr bewerbt euch als Journalist beim Straubinger Tagblatt für den Bereich Kultur – nix frei. In der Sport-Redaktion aber schon. Wäre doch auch klasse, weil dich Fußball, Tennis & Co. interessieren.

Kontra – die Nachteile:

  • Zeitaufwand: Ihr müsst intensiv recherchieren, euch Firmen raussuchen, die euch interessieren. Und ihr müsst euch mit dem genauen Tätigkeitsfeld auseinandersetzen. Das dauert.
  • Absagen drohen: Wenn ihr euch auf eine Stelle bewerbt, die nicht ausgeschrieben ist, kann es natürlich gut sein, dass tatsächlich kein Bedarf ist. Vergebene Liebesmüh'.
  • Falscher Empfänger: Ihr schickt eure Initiativ-Bewerbung an einen Mitarbeiter oder eine Abteilung, die nichts mit Personaleinstellung zu tun hat – dann landet ihr womöglich direkt im virtuellen Papierkorb.

Initiativ bewerben: ja. Nur: Bei wem?

 

Ihr sucht eine neue berufliche Herausforderung, wollt euch endlich mehr entfalten? Ihr verharrt bei eurem jetzigen Arbeitgeber einfach auf der Stelle und es gibt keine Aufstiegschancen? Stellt sich nur noch die Frage: Wo finde ich Firmen, bei denen ich mich initiativ bewerben kann? Zum Beispiel: Hier! Bei jobs.idowa.de, denn bei uns sind hunderte Stellenanzeigen von hunderten Firmen gelistet. Und bevor ihr sagt „Naaa, i mog mi doch nicht auf eine Stelle bewerben, die ausg'schrieben ist“, sagen wir euch: Legt nicht den Fokus auf die Stelle, sondern auf die Unternehmen!

Als dieser Blogbeitrag entsteht, hat Sennebogen auf jobs.idowa.de gerade 14 Azubi-Stellen ausgeschrieben. Solltet ihr jedoch schon eine abgeschlossene Ausbildung haben, ist es kein Hinderungsgrund, sich nicht initiativ zu bewerben! Klickt euch auf unserer Website einfach mal durch die Stellenangebote und konzentriert euch auf die Firmen.

-> Tipp: Einfach mal Google Maps öffnen, eure gewünschte Region eingeben und ranzoomen. Vom kleinen Bäcker bis hin zum großen Konzern findet ihr hier ein riesiges Angebot, oft mit direktem Link zur entsprechenden Webiste.

 

Fazit

Wie ihr gelesen habt, lohnt sich eine Intitiativ-Bewerbung durchaus. Ihr bekundet Interesse an der Firma, macht positiv auf euch aufmerksam und seid beim Personaler schon mal in Hinterkopf, wenn gerade doch keine Stelle frei ist. Macht's einfach wie Ben und Mareike: Bewerbt euch initiativ – und mit a bissler Glück habt auch ihr in wenigen Wochen euren Traumjob gefunden.

Bilder: Adobe Stock - Fotos dienen ausschließlich zu illustrativen Zwecken. 

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