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Mayumi Sarion-Mühlbauer ist im dritten Ausbildungsjahr zur Kauffrau im E-Commerce bei Einhell.Foto: Anna-Lena Wagner

13.02.2026 Anna-Lena Wagner

„Abwechslungsreich, kreativ und modern“ - Mayumi Sarion-Mühlbauer absolviert bei Einhell in Landau die Ausbildung zur Kauffrau im E-Commerce

Hinter Onlineshops, Produktseiten und digitalen Verkaufsplattformen stecken komplexe Prozesse – und Menschen, die sie planen, analysieren und weiterentwickeln. Eine von ihnen ist Mayumi Sarion-Mühlbauer. Die 19-Jährige aus Frontenhausen absolviert bei Einhell in Landau die Ausbildung zur Kauffrau im E-Commerce und steht kurz vor dem Abschluss.

Eigentlich hatte sie sich als Industriekauffrau beworben. „Im Vorstellungsgespräch habe ich aber direkt ein Gegenangebot bekommen“, erinnert sich Sarion-Mühlbauer. E-Commerce, also der Onlinehandel, passte perfekt zu ihrem Lebenslauf und ihrer Affinität zu digitalen Trends.

Duale Ausbildung für den Onlinehandel

Offiziell gibt es den Ausbildungsberuf seit August 2018. Er wurde als Reaktion auf den wachsenden Onlinehandel eingeführt und ist in Industrie und Handel angesiedelt. Kaufleute im E-Commerce beschäftigen sich mit der Planung und Pflege von Online-Vertriebskanälen, der Analyse von Verkaufszahlen, der Gestaltung digitaler Inhalte sowie mit Marketing- und Kundenprozessen. Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, kann bei besonders guten Leistungen aber verkürzt werden.

Den theoretischen Teil absolviert Sarion-Mühlbauer blockweise an der Berufsschule in Regen. „Man ist ein bis zwei Wochen in der Schule und danach wieder mehrere Wochen im Betrieb“, sagt sie. Auf dem Stundenplan stehen neben Deutsch und Englisch vor allem fachspezifische Inhalte, unter anderem „Prozesse im E-Commerce“. „Dabei geht es viel um Kalkulation, aber auch um Marketingmaßnahmen, Kundenkommunikation und generell um den Onlinehandel“, sagt sie. Wirtschaftliche Grundlagen seien ebenfalls Teil der Ausbildung.

Was die 19-Jährige besonders schätzt, ist die enge Verbindung von Theorie und Praxis. „Man merkt schnell, dass man viel Wissen aus der Berufsschule direkt im Betrieb anwenden kann.“ Bereits nach wenigen Monaten habe sie Besprechungen im Arbeitsalltag deutlich besser verstanden und Zusammenhänge schneller erkannt.

Generell durchlaufen die Auszubildenden bei Einhell verschiedene Abteilungen. Alle vier Monate steht ein Abteilungswechsel an. Im Anschluss daran finden Feedbackgespräche mit den Fachausbildern statt. „Man kann zum Beispiel anmerken, dass man mehr Interesse in Richtung IT oder

Vertrieb hat. Darauf wird dann auch Rücksicht genommen“, sagt Sarion-Mühlbauer. Stationen waren für sie bisher der Bereich E-Commerce, das Marketing, der Vertriebsinnendienst sowie aktuell das Website-Team.

Projekte planen und für Webshops umsetzen

Die Aufgaben variieren je nach Einsatzbereich. Im Vertrieb arbeitete sie in erster Linie mit Excel und Kalkulationen, in der IT ging es um die Website an sich – vom Layout bis zur Umsetzung. Derzeit ist sie an der Planung neuer Webshop-Rollouts beteiligt und wirkt an der Vorbereitung neuer Onlineauftritte mit.

Einen immer gleichen Arbeitsalltag gibt es für Sarion-Mühlbauer nicht. „Mein Beruf ist äußerst abwechslungsreich, kreativ und modern.“ Neue Aufgaben werden jeden Tag im Team besprochen, bearbeitet und anschließend gemeinsam reflektiert. „Man ist im ständigen Austausch mit den Kollegen und der Ausbilderin.“

Teamarbeit spielt eine zentrale Rolle in ihrem Beruf, man sollte aber auch Eigenständigkeit und vor allem Eigeninitiative mitbringen. Ebenso das Hinterfragen von Abläufen: „Warum ist das Layout einer Website so aufgebaut? Was ist für den Kunden ansprechender? Welche Farbe passt besser?“ Einfühlungsvermögen, analytisches Denken und Interesse am Onlinehandel sind für die 19-Jährige entscheidend. „Das ist keine Arbeit, die man einfach abarbeiten kann. Man muss selbst Ideen einbringen.“

Darüber hinaus ist der Bereich E-Commerce ein äußerst dynamisches Berufsfeld. Kundenverhalten, Trends und technische Möglichkeiten entwickeln sich ständig weiter. „Man muss offen für Neues sein und mit der Zeit gehen.“ Auch KI spielt mittlerweile eine wichtige Rolle – vor allem aber unterstützend. „Als zusätzlicher Support, nicht als Ersatz für den Menschen“, betont Sarion-Mühlbauer.

Am besten an der Arbeit gefallen ihr die Planungs- und Umsetzungsphase von Projekten sowie die Zusammenarbeit mit globalen Partnern und Tochterunternehmen. Die Kommunikation läuft meistens auf Englisch, weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil. Neben Deutsch und Englisch spricht sie auch Philippinisch. Auslandserfahrung sammelte sie über ein Erasmus-Programm. Im zweiten Ausbildungsjahr verbrachte sie drei Wochen in Dublin und absolvierte die Zusatzqualifikation „Kauffrau International“. „Wir hatten Business-Englisch mit Schwerpunkt E-Commerce und am Ende drei Prüfungen“, sagt sie. Das Zertifikat ist international anerkannt. „Das war eine coole Erfahrung.“

Für ihre Zukunft hat Sarion-Mühlbauer klare Vorstellungen. „Ich möchte auf jeden Fall im E-Commerce bleiben – und auch bei Einhell.“ Der Beruf sei durch den digitalen Wandel dauerhaft in Bewegung und biete viele Entwicklungsmöglichkeiten.

Zukunft gestalten bei Einhell in Landau

Einhell wurde 1964 gegründet und ist heute weltweit aktiv. Das Unternehmen entwickelt und produziert Geräte rund um Haushalt, Garten und Freizeit. Neben der Ausbildung Kaufleute im E-Commerce bietet das Unternehmen weitere Ausbildungsberufe in technischen, kaufmännischen und logistischen Bereichen an.

Mayumi Sarion-Mühlbauer ist im dritten Ausbildungsjahr zur Kauffrau im E-Commerce bei Einhell.			Foto: Anna-Lena Wagner
Mayumi Sarion-Mühlbauer ist im dritten Ausbildungsjahr zur Kauffrau im E-Commerce bei Einhell. Foto: Anna-Lena Wagner

Weitere Informationen unter:


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