Search
Haupt-Navigation
•	Der Einsatz hat sich gelohnt: Schülerinnen und Schüler einer Berufsintegrationsklasse präsentieren stolz ihr Sprachdiplom.Foto: Berufsschule I Landshut

25.09.2026 ● (pe)

Geschafft! Ein wertvolles Diplom krönt die Leistung einer Berufsintegrationsklasse in Landshut

Für junge Migranten, die im jugendlichen Alter nach Deutschland gekommen sind, ist es eine besondere Herausforderung, einen guten Schulabschluss zu erlangen. Schüler einer Landshuter Berufsintegrationsklasse haben jetzt nicht nur den Mittelschulabschluss in der Tasche, sondern auch ein Diplom, das ihnen ziemlich gute Deutschkenntnisse attestiert.

In Bayern gibt es für Jugendliche ohne ausreichende Deutschkenntnisse und ohne hier anerkannten Schulabschluss sogenannte Berufsintegrationsklassen (BIK). Als erste Schule in Landshut hat die Berufsschule 1 in diesem Jahr Schüler aus diesen Klassen an der Prüfung „DSD I Pro“ teilnehmen lassen. Damit erwirbt man das bundesweit gültige Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz auf dem Niveau B 1.

„Das war wie ein Mini-Abitur“

Katrin Hoffmann unterrichtet seit vielen Jahren Berufsintegrationsklassen im Abschlussjahr. Sie hat dieses Jahr 13 Schülerinnen und Schüler zu der DSD-Prüfung angemeldet. Zehn der 13 Jugendlichen haben die Prüfung vollumfänglich bestanden, drei haben zumindest im komplexen schriftlichen Teil die nötige Punktzahl erreicht.

„Hervorragend“ findet Katrin Hoffmann das Ergebnis: „Die Prüfung war sehr anspruchsvoll“, meint die Oberstudienrätin. „Das war wie ein Mini-Abitur.“

Die Prüfung ist speziell auf berufliche Kontexte ausgerichtet. Getestet werden die sprachlichen Fähigkeiten in den Bereichen Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen. In der mündlichen Prüfung müssen die Schüler vor einem externen Prüfer eine eigene Präsentation halten. Auch die schriftliche Prüfung kommt zentral aus Berlin und wird dort korrigiert. „Den Schülern wird hier nichts geschenkt“, betont Hoffmann.

Immer wieder Ausflüge in die Praxis

Die Berufsintegrationsklassen umfassen ein Programm, das über drei Schuljahre geht. Der Deutschunterricht allein beansprucht dabei wöchentlich mehr als 20 Stunden, erklärt die Pädagogin, dazu kommen die weiteren Schulfächer, die ebenfalls auf Deutsch vermittelt werden. Immer wieder unternehmen die Jugendlichen auch Ausflüge in die Berufswelt in Form von Praktika.

Hoffmann ärgert sich sehr über das Bashing junger Migranten. „Das kann man so nicht stehenlassen“, sagt sie. Bei den monatelangen Vorbereitungen auf die Prüfung hätten die jungen Leute eine enorme Ausdauer bewiesen. „Diese Schüler haben eine sehr große Leistungsbereitschaft.“

Dies haben auch viele Arbeitgeber bereits gemerkt. So konnten laut Hoffmann viele Absolventen im September eine Ausbildung starten, einige besuchen weiterführende Schulen. „Wir sehen das als starkes Zeichen für gelungene Integration und engagierte Bildung an der Berufsschule Landshut.“ (pe)

•	Der Einsatz hat sich gelohnt: Schülerinnen und Schüler einer Berufsintegrationsklasse präsentieren stolz ihr Sprachdiplom.
Foto: Berufsschule I Landshut

Weitere Informationen unter:


Passende Blog-Artikel

Über Blümchen freut sich jeder, findet auch Markus Huttenlocher. Doch der Gärtnerberuf wird laut dem 46-Jährigen oft unterschätzt.

Der schönste Arbeitsplatz der Welt - Niki Gamrath ist angehender Gärtner in der Fachrichtung Zierpflanzen mit dem Schwerpunkt Verkauf und Beratung

Vom abgebrochenen Chemiestudium zum Gärtner: Niki Gamrath hat seinen Traumberuf gefunden – zwischen Pflanzen, Kunden und viel körperlicher Arbeit. Was ihn daran so begeistert und warum selbst das Gießen eine echte Herausforderung ist, erzählt er im Porträt.
Employer Branding
Sie organisieren gerade ihre Zukunft: Jamie, Arda, Ghazal, Alma und Andreea (von links). Unterstützung erhalten sie dabei von Klassenlehrerin Brigitte Heidner (dritte v. l.).

Es ist nicht zu spät Verstehen, um was es geht: Das lernen Jugendliche ohne Ausbildungsplatz im Berufsvorbereitungsjahr

Kein Schulabschluss, kein Ausbildungsplatz – und trotzdem ist der Weg ins Berufsleben nicht vorbei. Wie ein Berufsvorbereitungsjahr Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet und warum sich ein zweiter Anlauf lohnen kann.
Employer Branding
Noch nicht den Traumberuf gefunden? Bernhard Peisl, Susanne Kindsmüller und Katrin Ahnert helfen auf die Spur.

Wegweiser für Planlose ... und nicht nur für die: Das Berufsinformationszentrum in Landshut unterstützt bei Berufswahl und Jobsuche

Noch keinen Plan für den nächsten beruflichen Schritt? Das BIZ hilft dabei, Stärken zu entdecken, Berufe kennenzulernen und aus vielen Möglichkeiten den passenden Weg zu finden.
Employer Branding